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Geprüfte Hilfsmittelexperten / Casemanger verbessern die Versorgung pflegebedürftiger und behinderter Menschen

Drucken 25.11.2010, 09:43 Uhr, Fernunterricht
Erweiterung und Öffnung der interdisziplinären Weiterbildung „Geprüfte(r) Hilfsmittelxperte/in / Casemanager/in" an der Privaten Universität Witten/Herdecke

Seit September 2009 bietet die Private Universität Witten/Herdecke gGmbH die interdisziplinäre Weiterbildung zum Hilfsmittelexperten / Casemanager an. Die Weiterbildung qualifiziert die Teilnehmer dazu, den mit der Durchführung einer sach- und situationsgerechte Hilfsmittelversorgung verbunden Anforderungen, die besonders bei komplexen Fällen bestehen, besser gerecht zu werden.

Die Weiterbildung „Hilfsmittelexperte“ ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen der Dipl.-Pflegewirtin Natascha Möller-Woltemade (BeoBerlin GmbH), Herrn Dipl.-Ing. Norbert Kamps und dem Institut für Pflegewissenschaft der Privaten Universität Witten/Herdecke.

Neben Ausbildung und Forschung spielt die wissenschaftliche Weiterbildung als nachhaltige Form des Wissenstransfers eine wichtige Rolle für die Universität. Durch die Vernetzung des Institutes mit zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen auf der einen und zahlreichen Praxisfeldern auf der anderen Seite, können Bedarfe und Möglichkeiten der Umsetzung von Wissenschaft erkannt und in Weiterbildungs- und Masterprogramm umgesetzt werden.

Mit der Weiterbildung zum Hilfsmittelexperten verfolgt das Institut schließlich noch ein weiteres Anliegen: die Berufsgruppen übergreifende Ausbildung. Die gerade in der Versorgungspraxis mit Hilfsmitteln geforderte interdisziplinäre Zusammenarbeit von Mitarbeitern aus der Pflege, Physio- und Ergotherapie, Heilerziehung, Gesundheitshandwerk, Kostenträger und Medizinischen Diensten soll durch die Weiterbildung gefördert werden.

Mit dieser Weiterbildung wird den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen an ein ressourcenbegrenztes und durch den demographischen Wandel belastetes Gesundheits- und Sozialsystem entsprochen und dabei gleichzeitig eine hohe Versorgungsqualität für erkrankte und behinderte Menschen aufrecht erhalten.

Insbesondere wird das Ziel der Bundesregierung unterstützt, die Pflege- und Hilfebedürftigkeit Betroffener durch eine rasche, angemessene, und wirtschaftliche Versorgung mit Hilfsmitteln zu reduzieren, ihre Selbständigkeit zu fördern, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aufrecht zu erhalten und somit die Lebensqualität zu fördern

Hilfsmittelexperten sorgen für eine personen- und bedarfsgerechte Beratung und bereiten rechtsichere Anträge zur Hilfsmittelversorgung vor. Sie sollen die zahlreichen Schnittstellenprobleme des Versorgungsprozess bearbeiten und so zu einer Beschleunigung der Versorgung beitragen. Im Sinne des Casemanagements sorgen Sie für eine ausreichende Unterstützung bei der Integration von Hilfsmitteln in den Alltag, führen eine Evaluation der Versorgung durch und steuern insgesamt die bedarfsgerechte Versorgung kranker, pflegebedürftiger oder behinderter Menschen.

Nach dem erfolgreichen Start mit Fachpflegekräften, Ergo- und Physiotherapeuten, wird nun die Weiterbildung auch für weitere Interessentengruppen wie Orthopädie- und Medizintechniker geöffnet. Auch die Mitarbeiter aus dem Homecare-Bereich, die sich über langjährige berufliche Praxis und produktbezogene Weiterbildungen qualifiziert haben, können zur Weiterbildung zugelassen werden. Anmeldung aller Berufsgruppen werden ab sofort entgegengenommen.

Die Weiterbildung umfasst mind. 750 h und kann in ca. 15 – 18 Monaten berufsbegleitend absolviert werden. Durch eine flexible Organisation kann das Lerntempo individuell gesteuert werden. Die Weiterbildung ist als Fernlehrgang mit Präsenzphasen organisiert, die jeweils samstags stattfinden. Der gesamte Lehrgang umfasst drei Stufen, mit jeweils eigenen Schwerpunkten.

Stufe 1 umfasst 120 h: Schwerpunkte sind die rechtliche Grundlagen der Hilfsmittelversorgung und die Methodik der Beratung

Stufe 2 umfasst 500 h: Schwerpunkte sind Kenntnisse über Hilfsmittel für unterschiedliche medizinische, pflegerische und rehabilitative Bedarfe; Methoden des Wissensmanagement, Grundlagen der evidenzbasierte Versorgung und Vertiefung der rechtlichen Grundlagen.

Stufe 3 umfasst 130h: Schwerpunkte sind die Bearbeitung komplexer Versorgungssituationen (beispielsweise Kinder, häusliche Intensivpflege und gerontologische Patienten); Weiterbildung im Casemanagement und Vorbereitung auf die Gutachtertätigkeit.

Im Einzelfall kann auf Antrag und nach Prüfung der Kenntnisse ein Einstieg in eine höhere Stufe beginnen. Weitere Informationen unter Hilfsmittelexperte oder per Mail direkt bei dem Projektkoordinator der Privaten Universität Witten Herdecke gGmbH Otto Inhester.

Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Otto Inhester
Stockumer Str. 12
58453 Witten
Tel.: +49 (0)2302 / 926-243
Fax: +49 (0)2302 / 926-318
e-Mail: otto.inhester@uni-wh.de


Autor / Kontakt:
Hilfsmittelexperte
Herr Otto Inhester
Witten/Herdecke
Fon: 49 (0)2302 / 926-243
Fax: +49 (0)2302 / 926-318
URL: http://www.hilfsmittelexperte.de

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